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Wohntrends 2030 – Wohnen in der Zukunft

29. September 2018

Wohntrends 2030 – Wohnen in der Zukunft

Der „GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.“ hat im Jahr 2010 eine neue Studie zu der Wohnzukunft entwickelt. Dabei wurde sich im Hauptsächlichen damit beschäftigt, wie wir im Jahr 2030 leben und welche Faktoren auf die Wohntrends miteinwirken. Das Wohnen in der Zukunft hängt natürlich von vielen verschiedenen Parametern ab und wird sich auch von Region zu Region unterscheiden. Ein wichtiger Faktor der nahezu alle Regionen betrifft ist der demographische Wandel. Zudem ist auch die Zuwanderung von großer Bedeutung. Ebenfalls steht das Thema der Nachhaltigkeit und Ökologie im Vordergrund. 

Insgesamt ergeben sich sieben Trends, in die sich die Richtung anbahnt. 

Die sieben signifikanten Wohntrends 2030 

Zu den insgesamt sieben Hauptaspekten, die das Wohnen in der Zukunft bestimmen werden gehört die generelle Technik der Immobilie an sich, eine 25-Stunden-Gesellschaft, der Gedanke, dass gemeinsam genutzt werden kann, die Fitness, die Quartiersbildung und Zusammengehörigkeit, das Leben mit Alt und Jung sowie die Verbindung von Unternehmen und Wohnen. Im Folgenden wird auf jeden der sieben Wohntrends eingegangen und genauer beleuchtet. Wie sich diese genau gestalten und welche sich besonders stark durchsetzen ist selbstverständlich noch nicht genau abzusehen. 

Die Technik im Haus 

Eine Immobilie ist nicht mehr eine Immobilie wie wir sie kennen. Vorhänge selber aufziehen, die Heizung anstellen, wenn es kalt ist und abstellen, wenn es wieder wärmer wird. All diese alltäglichen Dinge werden in Zukunft zentral gesteuert. Das sogenannte Smart-Home wird klar an Bedeutung gewinnen. Schon heute gibt es modernste Haus-Systeme, die einen Lichtschalter als sinnlos erscheinen lassen. Ein ganzes Haus ohne einen einzigen Lichtschalte. Für viele ist das nicht vorzustellen, für einige schon Alltag. Denn über intelligente Licht-Systeme lässt sich die gesamte Haus- oder Wohnungsbeleuchtung über ein Touchpad steuern. Dieses regelt auf Wunsch automatisch, welche Lichter in welchen Teilen des Hauses oder der Wohnung angestellt oder ausgestellt werden sollen. Ebenso ist die Bedienung von Vorhängen elektrisch und nach Bedarf vollautomatisiert steuerbar. Zu eingestellten und sinnvollen Zeiten werden Vorhänge wie von Geisterhand geöffnet und wieder geschlossen. Selbstverständlich erfolgen solche technischen Finessen nicht rein zur Bequemlichkeit, sondern dienen zeitgleich als nachhaltiges Einsparpotenzial. 

25-Stunden-Gesellschaft 

Mit der 25-Stunden-Gesellschaft werden alle immer in Bewegung sein. Das klassische Ausruhen und Nichtstun werden selten vorzufinden sein. Vielmehr steht die Aktivität, am besten in der Gemeinschaft, im Vordergrund. So sind alle ständig in Bewegung, der Job, die Familie, die Freunde, die Nachbarn und sonstige Freizeitaktivitäten. Eine permanente Aktivität versucht das möglichste aus dem Leben herauszuholen, um alles miteinander vereinen zu können. 

Teilen statt kaufen 

Warum benötigen zwei Haushalte Gerätschaften, die beide Haushalte nur selten gebrauchen? Der Gedanke des Teilens wird sich immer weiter vertiefen. Schon jetzt gibt es verschiedene Angebote, die den eigenen PKW als überflüssig darstellen. Wofür müssen hohe Anschaffungskosten und permanente Kosten für den Unterhalt eines Autos gezahlt werden, wenn es auch Carsharing-Angebote gibt? 

Nicht nur Fahrräder und Autos können geteilt werden. Der Rasenmäher, die Bohrmaschine und weitere Gegenstände, die eine Haushalt nur selten benötigt, eignen sich ideal zum Teilen. Durch engere Verbundenheit zwischen Bewohnern in einem Quartier wird das Ausleihen von Gegenständen zur Normalität und unterstützt ebenfalls den Gedanken der Nachhaltigkeit. 

Fitness in der Zukunft 

Jeder möchte jung sein und sich gut fühlen. Dies ermöglicht Bewegung. Um im Alter fit zu sein, bedarf es Sport und Beweglichkeit. Dieser Trend findet sich auch in den Wohntrends 2030 wieder. Das Ziel, die Zukunft fit bestreiten zu können wird ein immer wichtigerer Aspekt, der sich auch in der Immobilienwirtschaft bemerkbar machen wird. Angefangen von Fitnessstudios bis hin zu Freiflächen in Quartieren, auf denen dem Sport nachgegangen werden kann.

Mein Quartier 

Die Quartiersbildung wird stark zunehmen und für die einzelnen Bewohner eine enge Zugehörigkeit zum Wohnstandort bilden. Mit den einzelnen Quartieren, die in gewisser Art und Weise eine eigene kleine Stadt bilden, werden sich die Bewohner identifizieren können und großes Interesse an der jeweiligen Authentizität der Quartiere haben und sich für diese einsetzen. So gewinnt eine Stadt viele unterschiedliche Gesichter und bietet auch außerhalb der eigenen vier Wände ein starkes Heimatgefühl. 

Leben mit Alt und Jung 

Durch die demographische Entwicklung und der immer älter werdenden Bevölkerung ist die Wohnungswirtschaft gefragt, passende Konzepte für ein Leben des Miteinanders zu entwickeln. Dabei geht es zum einen darum, dass ältere Menschen nicht separiert leben müssen und zum anderen darum, dass für ältere Menschen geeigneter Wohnraum geschaffen werden muss. Dieser Wohnraum muss zum einen unterschiedliche Bedürfnisse abdecken, zum anderen bezahlbar sein. 

Beruf und Wohnen – Einfamilienhaus und Unternehmen 

Die klassische Trennung, wie sie in den meisten Gebieten von Deutschland vorherrscht, wird nicht mehr so stark sein. Eine Mischung von Wohnen und Arbeiten wird sich durchsetzen. Alleine zeitbedingt ist eine gewisse Verbundenheit zwischen Wohnen und Arbeiten in vielen Bereichen schon gegeben und wird sich in Verbindung mit den Wohntrends 2030 weiter durchsetzen. 

Das Wohnen in der Zukunft wird somit für die Immobilienwirtschaft eine Herausforderung sein, die für die meisten Menschen automatisiert und nicht in jeden Bereichen merkbar Eintritt. 

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